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PETER SCHIERGEN


News vom 02.09.2009  Quijano

Schiergens 5. Sieg: Wüstenheld schlägt den Derbysieger!
 
QuijanoTurf-Deutschland hat seinen Wüsten-Held wieder. Der großartige Dubai-Seriensieger Quijano (69:10, Foto rechts) gehört seit diesem Sonntag endgültig zu den ganz großen Rennpferden im hiesigen Galopprennsport. Mit dem Erfolg im Großen Preis von Baden katapultierte sich der Sohn des legendären Acatenango in diesem 250.000 Euro-Gruppe I-Rennen über 2400 Metern ganz an die Spitze.

Exakt zwanzig Jahre nach seinem Vater Acatenango holte sich der Fuchswallach das wichtigste Rennen des Jahres in Iffezheim. Aber es war ein Kampf auf Biegen und Brechen, der sich bei strahlendem Sonnenschein vor 21.600 Zuschauern in Iffezheim abspielte.

Natürlich setzte sich der Pacemaker Sommertag sofort mit einigen Längen vor das erlesene Feld, dahinter reihte sich Axxos vor Mountain High ein. Adlerflug sah man auf Rang vier, auch Quijano galoppierte im Mittelfeld, während Vorjahressieger Prince Flori mit Youmzain am Schluss auszumachen war.

Enorm dicht staffelte sich das Feld im Schlussbogen, man hörte die Spannung förmlich knistern, als Sommertag ausgespielt hatte. Axxos und Mountain High erschienen auf der Bildfläche. Beide Engländer waren weit nach außen geraten, wo bald Adlerflugs Vorstoß erfolgte.

Der Derbysieger zündete den Turbo, schien mit seinem Speed alles überrollen zu können. Am inneren Flügel hatte Andrasch Starke Quijano in Position und auf freier Bahn. Der Wüsten-Hero aus dem Stall von Peter Schiergen kämpfte und kämpfe, war Kopf an Kopf mit Adlerflug, kam jedoch deutlich aus der Spur, was Axxos und Mountain High aus dem Takt brachte.

Es entwickelte sich ein faszinierendes Duell zweier deutscher Klassepferde. Quijano hatte einen Tick mehr Reserven als der zwei Jahre jüngere Adlerflug. Ein Hals entschied für den Fährhofer, der sich damit endgültig zu einer Legende aufschwang.

Beim 15. Start gewann Quijano sein zwölftes Rennen, nähert sich unaufhörlich der halben Million Euro Gewinnsumme. "Er war als Dreijähriger unser Derby-Pferd, dann haben wir ihm viel Zeit gegeben. Quijano dankt es auf der ganzen Linie. Wir werden nun häufiger mit ihm im Ausland versuchen", freute sich Trainer Peter Schiergen.

Doch es gab eine große Schrecksekunde. Quijanos Wegbrechen gegen Axxos beschäftigte die Rennleitung. "Ich lag neben Axxos, mein Pferd hat einen kleinen Schwenker gemacht. An seiner Klasse habe ich nie gezweifelt", erklärte Jockey Andrasch Starke. Da Axxos am Ende Fünfter war, blieb es bei einem Gewinnausgleich von 15.000 Euro (die Höhe des vierten Platzgeldes), das Quijanos Eigner an das Gestüt Ittlingen bezahlen muss.

 

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