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PETER SCHIERGEN


15.06.2008 Mailand
Quijano und Goose Bay erobern Mailand für Deutschland

Ganz Turf-Deutschland war ohne Ende gespannt. Wie würde sich der Fährhofer Quijano am Sonntag bei seinem ersten Start seit dem Asien-Abstecher nach Hong Kong verkaufen? Trainer Peter Schiergen schickte den Acatenango-Sohn auf den San Siro-Kurs nach Mailand. Dort bestritt er den mit 316.800 Euro dotierten Gran Premio di Milano, ein Rennen der höchsten Kategorie über 2400 Meter.

Natürlich saß Andrasch Starke im Quijano-Sattel, verzichtete dafür auf einen Ritt in der Union in Köln. Und erstmals seit September (Großer Preis von Baden) kehrte Quijano wieder auf die Siegerstraße zurück. Die immense Klasse des deutschen Paradegaloppers setzte sich wieder einmal durch.

Starke wusste ganz genau um die Qualitäten seines Pferdes und ließ sich auch nicht dadurch beirren, dass der Italiener Gimmy mit bis zu zehn Längen unterwegs einen riesigen Vorsprung besaß. Zunächst an vierter, dann im Schlussbogen an zweiter Position, wartete er den Gang der Dinge ab.

Und schon 250 Meter vor der Linie hatte Quijano einen Vorteil, der auch durch das Speedpferd Voila Ici (Mirco Demuro), den besten Vertreter des Derby-Jahrgangs nicht mehr in Gefahr geriet.

Ausgesprochen locker kam Quijano als 16:10-Favorit im Siebenerfeld nach Hause und sicherte sich den Löwenanteil der Prämien. Dritter wurde Gimmy vor Dickens (Johan Victoire/Hans Blume), der damit wie im Vorjahr Rang vier eroberte.

"Es lief alles so ab, wie wir uns das erhofft hatten. Es war kein Bummelrennen, zum Schlus löste sich Quijano leicht", erklärte Trainer Peter Schiergen. "Er soll erst einmal nach Hause kommen, dann schauen wir weiter, aber ich denke schon, dass wir im Ausland bleiben werden. Der Große Preis von Baden ist im September natürlich auch wieder eine Möglichkeit."
 

Goose BayAber es war nicht nur Quijano, der am Sonntag den deutschen Turf in Mailand so richtig in den Focus brachte. Denn die Ebbesloherin Goose Bay avancierte in den Oaks d´Italia zur klassischen Siegerin.

In diesem mit 396.000 Euro sogar noch höher dotierten Gruppe II-Rennen über 2200 Meter gab die Groom Dancer-Tochter eine atemberaubende Vorstellung. Aus dem Vordertreffen verabschiedete sich die Stute, die am Toto 44:10 bezahlte, auf riesigen Vorsprung von der Sheikh Mohammed-Lady Counterclaim und Dancing Abbie.

Es war eine Augenweide, Goose Bay, die schon zweijährig ihr hohes Format angedeutet hatte und nun Mitfavoritin war, zuzusehen. Zwei Gruppe-Treffer an einem Tag in Mailand - das war schlichtweg sensationell!

Keine ernsthafte Rolle spielte die Ammerländerin Now Forever (Mario Esposito/Peter Schiergen) in einem 77.000 Euro-Listenrennen über 1600 Meter, das sensationell an Clarissa Hidemanns Vinea Federspiel (Geporg Bocskai) wanderte, die über 400:10 am Toto notierte und erst seit kurzem von Carmen Bocskai in der Schweiz trainiert wird.

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