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20.09.2009 Woodbine Quijano Zweiter in turbulenten Northern Dancer Stakes
Immer und immer wieder wurde im kanadischen Rennbahn-TV nach den Northern Dancer Stakes am Sonntagabend in Woodbine das Finish gezeigt, aus sämtlichen Perspektiven. Der Grund war simpel. Im Endkampf war es zwischen mehreren Pferden sehr eng geworden. Und mittendrin, Quijano, der galoppierende Geldschrank aus dem Gestüt Fährhof.
Besonders Marsh Side, der als Erster über die Ziellinie gekommen war, war nicht auf seiner Spur geblieben. Mitte der Zielgeraden war er, in Front liegend, aus der Bahnmitte über mehrere Walzenbreiten nach innen gewichen. Und der mit ihm kämpfende Quijano musste unter Andrasch Starke diese Bewegung mitgehen, landete schließlich ganz an den Rails. Dadurch kam der hinter ihm liegende Favorit und Vorjahressieger Champs Elysees in die Bredouille, der von seinem Jockey Garrett Gomez aufgenommen werden musste und neu ansetzen musste.
Auf den letzten Metern war noch der zweite Favorit Just as Well (Julien Leparoux, 44:10) aus dem Stall von Trainer Jonathan Sheppard knapp an Quijano (Foto) vorbeigekommen, der im Ziel Dritter vor Champs Elysees war. Doch die Stewards schritten ein, beließen es nicht bei dem ursprünglichen Einlauf. Sie disqualifizierten Marsh Side und stuften ihn auf Rang vier zurück.
Der neue Einlauf hieß dann Just as Well - Quijano - Champs Elysees.
"Es tut mir für Marsh Side richtig leid. Er war heute eigentlich das beste Pferd, hat aber eindeutig zwei Pferde behindert und ist nicht auf seiner Spur geblieben", so der Siegtrainer Jonathan Sheppard.
Quijano, der Wallach aus dem Stall von Trainer Peter Schiergen, der unterwegs an vierter, fünfter Stelle galoppierte und am Toto 60:10 stand, lief also einmal mehr ein hervorragendes Rennen, verdiente in einem schnellen Rennen (2.25,60 Minuten) mit dem zweiten Platz 150.000 Dollar.
"Quijano hat sich wie schon im letzten Jahr in diesem Rennen toll verkauft. Wir sind mit dem zweiten Platz hochzufrieden. Es ist gut möglich, dass er weiter in Amerika bleibt und dort noch einmal antritt", so Trainer Peter Schiergen.
"Quijano ist mal wieder super gelaufen und Andrasch Starke hat ihn genau richtig geritten. Natürlich war es unglücklich, dass der Sieger nach innen scherte und uns dabei alle mitnahm. Ohne diesen Zwischenfall wären wir sicher Zweiter ohne Disqualifikation des Siegers geworden", erläuterte ein glücklicher Besitzer Dr. Andreas Jacobs gegenüber GaloppOnline.de.
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