Home / Tiger Hill

PETER SCHIERGEN


Nad al Sheba 29.03.2008

Megapech, aber toller Quijano Vierter im Sheema Classic

Quijano DubaiEr ist eine der Top-Adressen auf der internationalen Bühne, aber das Glück hat er wahrlich nicht gepachtet. Tausende deutsche Turffans drückten Quijano die Daumen. Sie erlebten erneut eine Top-Vorstellung, doch wie schon in Hong Kong hätte auch deutlich mehr möglich sein können. Schade, aber dennoch Hut ab vor diesem Quijano!

Er lief wieder einmal ein tolles Rennen, war aber abermals nicht mit Fortuna im Bunde. Aus einer fast unmöglichen Position kam Gestüt Fährhofs Crack Quijano im Dubai Sheema Classic, dem höchstdotierten Grasrennen der Welt, zum Schluss förmlich angeflogen, doch langte es nur zu Rang vier hinter Sun Classique, Viva Pataca und Doctor Dino in dem 5-Millionen-Spektakel über 2400 Meter in Nad Al Sheba.

Der Fährhofer (Foto zweiter von links), der als Außenseiter (110:10) ins Rennen gegangen war, lag unterwegs im von Spring House angeführten Feld im Mitteltreffen. Zu Beginn der Zielgeraden, als es in die Entscheidung ging, war er aber plötzlich in eine ungünstige Position gekommen, Andrasch Starke musste den Acatenango-Sohn erst in die Bahnmitte auf freie Bahn bugsieren.

Durch dieses Manöver waren die vorderen Pferde schon sehr weit weg und trotz eines riesigen Schlussakkords kam der Wallach nur noch auf den vierten Platz, ein kurzer Kopf trennte ihn von Rang drei. 250.000 US-Dollar verdiente der Sechsjährige mit seiner Platzierung, darf sich damit nun nach Gesamtgewinnsumme Euro-Millionär nennen.

"Er ist ein fantastisches Rennen gelaufen, leider hatte er in der Zielgeraden nicht das glücklichste Rennen. Er könnte nun in Hong Kong oder Singapur laufen", so Fährhofs Racing Manager Simon Stokes.

In das gleiche Horn stieß Trainer Peter Schiergen: "Bei einem besseren Rennverlauf wäre Platz zwei drin gewesen. Es war so geplant, dass er im Mittelfeld geht. Leider hat er im entscheidenden Moment seine Position verloren", so der Asterblüte-Coach.

Immerhin war der deutsche Crack noch vor solchen Klassepferden wie dem Arc-Zweiten Youmzain, Oracle West, Mourilyan, Gower Song oder den beiden Godolphin-Pferden Gravitas und West Wind.

Jockey Andrasch Starke ärgert sich: "Wir hätten Platz zwei schaffen können, wenn Quijano früher freigekommen wäre. Wenn es am Anfang mehr Tempo gibt, ist sogar noch mehr drin", sagte der Reiter.

Auch bei einem glatten Rennverlauf wäre es gegen die Siegerin Sun Classique wohl schwer geworden. Die Fuji Kuseki-Tochter (85:10) aus dem Stall von Mike de Kock war unter Kevin Shea nach einem Rennen vom dritten Platz aus eine Klasse für sich, siegte leicht mit zweidreiviertel Längen Vorsprung gegen den Favoriten Viva Pataca und Doctor Dino, der schon in der Hong Kong Vase vor Quijano gewesen war.

Damit war ein Super-World Cup-Abend für die Südafrikaner perfekt, die neben dem Sheema Classic auch noch das Dubai Duty Free und das UAE Derby gewannen. Sun Classique geht nun in den QE Cup nach Hong Kong und soll danach Royal Ascot ansteuern.

[Home] [Persönliches] [Erfolge] [Bildergalerie] [Training] [News 2010] [Archiv] [Kontakt] [Links]