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Stand 18. August 2010

 

PETER SCHIERGEN


Peter Schiergen wurde am 23.03.1965 in Willich geboren. Von Kindesbeinen an hat er es mit Pferden zu tun, reitet schon in jungen Jahren höchst erfolgreich in Ponyrennen und Turnieren mit.

Lehrzeit1981 beginnt er dann eine Lehre am Stall von Herbert Cohn, die er im Jahr 1984 erfolgreich abschließt, um von da an als Jockey auf deutschen Hippodromen zum Einsatz zu kommen.

Der 20. März des Jahres 1982 bleibt im Jockeyleben des Peter Schiergen unvergessen, an diesem Tag gewann er mit Ofarim sein erstes Rennen im Sattel eines Vollblüters.

Einer der ersten, die auf das Talent des Reiters aufmerksam wurden, war Adolf Wöhler, der Peter Schiergen 1985 nach Bremen holte. Leider verstarb Adolf Wöhler noch vor Beginn der anstehenden Turf-Saison.

Trotzdem begann eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Peter Schiergen und dem Bremer Erfolgsstall. Zwischen 1985 und 1987 feierte das Gespann Andreas Wöhler und Peter Schiergen zahlreiche Erfolge, bevor Schiergen nach der Saison 87 an den Rhein wechselte.

Stalljockey bei Heinz JentzschNeuer Arbeitgeber war von nun an der große Heinz Jentzsch, für den Schiergen als dritter Mann startete, um die Karriereleiter bis hin zum Stalljockey nach oben zu klettern. Den Posten des ersten Stalljockeys hatte er 1995 inne, fuhr für den Asterblüte-Stall zahlreiche Erfolge ein.

In der Saison 1993 schrieb Peter Schiergen Geschichte, als er durch 150 Siege Otto Schmidts deutsche Bestmarke aus dem Jahr 1924 einstellte. Durch die sensationelle Siegeszahl von 273 Erfolgen setzte er nur zwei Jahre später noch einen drauf. Das bedeutete zugleich einen neuen Europarekord.

Von 1992 bis 1996 ging der jeweilige Championatstitel an Peter Schiergen, der es in seiner Karriere auf insgesamt 1451 Erfolge im Sattel brachte. Das letzte Mal stand Schiergen am 15.11.1997 nach seinem Sieg mit Campo im Preis der Deutschen Besitzer auf der Champagner-Stufe mit der “1”.

Unter den Erfolgen finden sich 32 Triumphe auf Gruppeparkett und 12 Siege über die Hindernisse. Lomitas, Monsun, Lando, Solon, Risen Raven und Tiger Hill sind nur einige der Top-Pferde, die Schiergen während seiner Zeit als Reiter steuerte und mit denen er zu beachtlichen Erfolgen kam. Dazu zählen unter anderem Siege im Großen Preis von Baden, dem Preis der Diana sowie dem Schweizer Derby.

BorealDer Sieg im Deutschen Derby blieb Peter Schiergen als Reiter jedoch verwehrt. Dafür holte der Fuchs Boreal nur drei Jahre nach seinem Amtsantritt als Trainer das Blaue Band in den Asterblüte-Stall, für den Schiergen seit 1998 verantwortlich ist.

Am 07. März 1998 sattelte er mit Tertullian in Düsseldorf seinen ersten Sieger, um es bis zum Ende des Jahres 2002 zum 1.Trainer- Championat zu schaffen. Die Anzahl der Siege beläuft sich mittlerweile auf 443, davon 41 Gruppesieger. Gruppe I Siege konnten im Inland, England und Italien gefeiert werden.

Tiger HillZweimal holte der “Tiger” den Großen Preis von Baden nach Köln, siegte auch im Großen Dallmayr-Preis und platzierte sich im Prix de l`Arc de Triomphe.

2002 gewann Boreal in Epsom/England den Coronation Cup, Gr. I, und Guadalupe die Oak’s D’Italia, Gr. I, in Mailand/Italien.

Simoun, Walzerkönigin, Zarewitsch, Casanga, Soldier Hollow, Flamba, Toylsome, Tareno und Royal Dragon waren weitere wichtige Gruppesiege im Jahr 2002/2003.

Zu den Vollblütern, die unter Schiergen-Regie zu Ruhm kamen, zählt auch die Schlenderhaner Ausnahmestute Catella, die unter anderem einen dritten Platz im Breeders` Cup erreichte.

Sumitas, Imperioso, Barrow Creek, oder auch Tertullian sind weitere Aushängeschilder vergangener Lot-Tafeln im Schiergen-Stall.

 

2004: Soldaten-Power und das „Grande 1,2“

Das Jahr 2004 wird als besonders erfolgreiches in die Geschichtsbücher von Trainer Peter Schiergen eingehen. Zwar blieb dem Kölner Coach trotz des vermeintlich stärksten Derbylots seiner bisherigen Karriere der zweite Sieg im Blauen Band nach Boreal verwehrt, und doch war die Saison 2004 mit Erfolgen nur so gespickt.

Soldier HollowAngeführt wird die Liste der Triumphe natürlich von Galopper des Jahres Soldier Hollow. Der vierjährige In The Wings-Sohn von Helmut von Finck gewann 2004 vier Grupperennen in Folge, krönte sein herausragendes Comeback mit seinem Treffer im Premio Roma auf Gruppe I-Parkett.

Soldier Hollow sollte nicht der einzige Gruppe I-Gewinner der Saison 2004 bleiben. Ebenfalls in Italien feierte der zweijährige Hengst Königstiger einen Sieg in der Galopper Champions League. Mehr noch: Auf Platz zwei landete im Grand Criterium mit Idealist ein weiterer Schiergen-Schützling.

Eins, zwei in einem internationalen Gruppe I-Event für zweijährige Pferde. Das hatte zuvor noch kein deutscher Trainer geschafft. Mit Königstigers Vater Tiger Hill feierte Peter Schiergen seinerseits übrigens im Großen Preis von Baden seinen ersten Gruppe I-Sieger als Trainer überhaupt.

Nach den Siegen von Soldier Hollow, Königstiger und Tiger Hill betreut Schiergen in seiner nun siebenjährigen Trainer-Laufbahn damit nun bereits 9 Gruppe I-Sieger (Coronation Cup-Gewinner Boreal, Catella, Guadalupe).

Insgesamt stiegen in 2004 sieben Pferde aus dem Asterblüte-Stall zu Gruppe-Siegern auf. Das sind neben Soldier Hollow und Königstiger die beiden Schlenderhaner Assiun und Tiberius Caesar, Fährhofs Union-Gewinner Malinas sowie der zweijährig ungeschlagene Manduro.

Manduro wurde im Preis des Winterfavoriten zu einem der überlegensten Sieger dieses renommierten Youngster-Rennens in der Domstadt. Der Ullmann-Crack, der somit in die Fußstapfen des ebenfalls von Peter Schiergen trainierten Sumitas tritt, ist nun Favorit auf den Sieg im BWM 136. Deutschen Derby in Hamburg-Horn.

Zu den Highlights der Saison 2004 gehören mit Sicherheit auch die Leistungen der Bona-Stute Saldentigerin, die sich sowohl im Deutschen Derby (4.), dem Preis der Diana als auch im Preis von Europa auf Gruppe I-Parkett platzieren konnte.

Die Erfolge in 2004 brachten Schiergen bei GaloppOnline.de eine Nominierung für den  Trainer des Jahres ein, einen Titel den er im Jahr 2002 bereits gewonnen hatte. „All dieser Erfolg ist natürlich das Ergebnis einer ausgesprochen guten Team-Arbeit. Ohne meine Mannschaft wären Ergebnisse in dieser Form sicher nicht möglich gewesen. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken“, unterstreicht Schiergen die Bedeutung seines Asterblüte-Teams.

Dieses blickt mit dreijährigen Pferden wie Manduro, Königstiger, Idealist, Bernard und Co. sowie einer älteren Flotte um Malinas und Saldentigerin natürlich frohen Mutes auf ein erfolgreiches Jahr 2005! In diesem Sinne – Hals und Bein für die neue Saison…

Erfolgreiches 2006 ...

Auch die Saison 2006 gestaltete sich für Peter Schiergen hocherfolgreich. SchiaparelliDer Höhepunkt eines mit zahlreichen Gruppesiegen gespickten Jahres war der Derbysieg von Schiaparelli in Hamburg. Der für Franz-Günther von Gaertner trainierte Fuchs wurde nach Boreal zum zweiten Sieger im Blauen Band für Schiergen, gewann später im Jahr auch noch das St. Leger, in dem Schiergen seinen Titel nach dem Vorjahreserfolg von El Tango somit verteidigte.

Doch Schiaparelli war nur einer von vielen Stars, die aus dem Asterblüte-Stall in 2006 für Furore sorgten. Lateral wurde aus Köln zum Champion-Meiler geformt, untermauerte mit leichten Siegen gegen Arcadio und Co. klar seine Poleposition unter Deutschlands Meilern. Und auch Soldier Hollow zeigte in 2006 wieder großartige Leistungen. In der Arlington Million belegte er Rang drei, um später im Jahr keinen Geringeren als Manduro am Arc-Wochenende in Paris-Longchamp in die Knie zu zwingen.

Begonnen hatte die Saison 2006 mit einem Sieg von Encinas, der zum ersten in Deutschland trainierten Sieger eines Rennens während des Dubai Carnivals überhaupt wurde. Am Ende des Jahres standen 93 Flachsiege (12 Gruppesiege und 16 Listensiege) und 8 Hindernis-Erfolge zu buche. All das resultierte im 3. Trainer-Championat für Schiergen, der zudem zum dritten Mal den Online Award von GaloppOnline.de für den Trainer des Jahres erhielt.

2007 ...

Und verheißungsvoller als das Jahr 2007, kann eine Saison wohl kaum beginnen. Im „Jahr eins nach Schlenderhan“ gelang Schiergen bereits das Kunststück während des Dubai Racing Carnivals einen lupenreinen Hattrick mit Quijnao hinzulegen. Der Fährhofer Wallach gewann nun 10 Rennen in Folge. Und auch Nestor machte in 2007 schon reichlich Werbung für den Standort Köln, gewann ein Hürdenrennen in Auteil.


 

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