Schiaparelli

Facts & Figures

Besitzer: Stall Blankenese

Züchter: Gestüt Karlshof

 

  

 

Starts: 21 / Siege: 12 / Plätze: 6

Gewinnsumme: 1.103.679€

GAG: 98,5kg

Jahrgang: 2003

Vater: Monsun

Mutter: Sacarina

 

 

Jockeys:

  • A. Starke
  • F. Minarik

Deckhengst: Overbury Stud, England

 

 

 

 

Erfolge: 

1. 137. Deutsches Derby Gr.1, 2006

1. Deutschland Preis Gr.1, 2007

1. Preis von Europa Gr.1, 2007

1. Gran Premio del Jockey Club Gr.1, 2007

1. 111. Idee Hansa Preis Gr.1, 2007

1. St. Leger Gr.3, 2006

2. Deutschland Preis Gr.1, 2006

3. 36. Großer Mercedes Benz Preis Gr.2, 2007

 

Außerdem nach 2007 für Godolphin
1x1. Gr.1 und 2x1. Gr.2


Karriere

Als Vollbruder zum Derbysieger Samum und zur Dianasiegerin Salve Regina zog Schiaparelli schon mit hohen Erwartungen in den Asterblüten Stall ein. Als groß gewachsenes, spätes Pferd kam er allerdings erst dreijährig zum ersten mal an den Start. Diesen gestaltete er unter Filip Minarik in Köln auf seiner Heimatbahn gleich siegreich und konnte leicht gegen seinen Stallgefährten Nestor gewinnen. Da Schiaparelli immer noch recht unerfahren agierte entschied man sich zunächst für einen weiteren Lernstart im Handicap, bevor es auf die Derbyroute gehen sollte. In Hannover gewann er nur drei Wochen später ein Agl. 2 in leichter Manier und zeigte, dass er für den nächsten Schritt bereit war. Dieser erfolgte am 5. Juni wieder in Hannover in einem Listenrennen. Auch dieses gewann Schiaparelli sehr leicht und stand nach diesem Erfolg, in der Spitzengruppe des Jahrgangs. Bedingt durch die Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland, musste das Deutsche Derby ausnahmsweise drei Wochen nach hinten verschoben werden, und der Deutschland Preis in Düsseldorf nach vorne. Dies sollte sich für Schiaparelli nicht als Nachteil erweisen, denn jetzt konnte man ihm noch einen Start mehr zur Erfahrung geben. Diesen bekam er in jenem im Kalender nach vorne gerückten Deutschland Preis. Somit musste stellten sich gleich zwei neue Aufgaben für Schiaparelli. Zum einen sein erster Start auf Gruppe 1 Level und zum anderen standen ihm jetzt gestandene Top Pferde gegenüber, darunter einige der besten Steher Deutschlands in Form von Simonas, El Tango, Donaldson oder Bailamos. Hinzu kam noch der von Andre Fabre trainierte Salutino, hinter dem Schiaparelli als zweiter Favorit antrat. Allerdings sollte Donaldson unter Torsten Mundry die beiden Favoriten überraschen. Donaldson gewann von der Spitze aus sicher gegen Schiaparelli, der sich beim ersten Auftritt auf Gruppe 1 Parkett noch unerfahren zeigte jedoch sehr achtbar schlug. Mit dieser Performance im Gepäck war Schiaparelli bereit für seinen Start im Deutschen Derby.

 

Allerdings sollte es für diesen Start noch eine entscheidende Änderung geben. Andrasch Starke, der im Jahr drauf als Stalljockey zum Asterblüten Team stoßen sollte, übernahm die Position als Schiaparelli's Reiter auf Wunsch seines Besitzers Herrn von Gärtner und den restlichen Mitbesitzern des Stalles Blankenese. Andrasch Starke gewann schon mit Samum für diesen Besitzer das Deutsche Derby. Am 23. Juli war es dann soweit, Schiaparelli trat als Favorit an für das höchstdotierte Rennen Deutschlands. Nach einem mit viel Ruhe vorgetragenen Ritt aus dem Mittelfeld erschien Schiaparelli im Schlussbogen hinter der Spitzengruppe. In der Zielgeraden zog er dann souverän an die Spitze und gab sie nicht wieder her. Dies bedeutete den ersten Derbysieg für das Team Starke/Schiergen. Anschließend ging es für Schiaparelli in den Großen Preis von Baden, wo er wieder als Favorit antreten sollte. Doch dort sollte das Team um Schiaparelli eine herbe Enttäuschung bekommen. Schiaparelli war schon früh in Nöten und konnte sich nur auf dem 6. Platz platzieren. An jenem Tag war es sehr heiß und der Boden recht schnell, weshalb man eine Lehre aus diesem Start zog und entschied in Zukunft Schiaparelli nur noch bei normalem Wetter und weicherem Boden an den Ablauf zu bringen. Diese sollte sich später für richtig erweisen. Um Schiaparelli noch einmal das Selbstvertrauen zurück zugeben, entschied man sich für einen Start im St. Leger. Dieses gewann Schiaparelli leicht und verabschiedete sich in die Winterpause. 

 

Vierjährig entschied man sich mit Schiaparelli zunächst in Deutschland zu bleiben. Zeitgleich stand ja auch noch ein gewisser Quijano in einer seiner Nachbarboxen, welcher sich im Vorjahr zum großen Seriensieger entwickelt hatte. Schiaparelli's Saisonpremiere stand auf der Heimatbahn im Gerling Preis an. Dieser Start war allerdings alles andere als von Erfolg gekrönt. Schiaparelli wurde 8. und damit letzter. Kaum war das Rennen durch fing die Gerüchteküche an zu brodeln. Was ist nur mit Schiaparelli los? Seinen Kritikern sollte es Schiaparelli jedoch noch zeigen, dass er kein Zufallsderbysieger war. Den Grundstein hierfür legte er in einem Gruppe 2 Rennen in Baden Baden, wo er sich als 3. rehabilitieren konnte. Doch so richtig schien Schiaparelli in Hamburg im Idee Hansa Preis, an der Stätte seines bis dato größten Erfolges, zu alter Form gefunden zuhaben. Nach viel Regen war der Boden so aufgeweicht, dass das Rennen mit der Flagge gestartet werden. Andrasch beorderte Schiaparelli direkt an die Spitze, die er zwar in der Gegenseite zwischenzeitlich abgeben musste, jedoch in Zielgeraden resolut übernahm und zu einem leichten Sieg gestalten sollte. Anschließend ging es für ihn nach Düsseldorf in den Deutschland Preis, den er nach einer langen Kampfpartie mit einem Kopfvorteil gegen Conillon für sich entscheiden konnte. Sein letzter Deutschland Start für sein derzeitiges Team absolvierte er auf seiner Heimatbahn im Preis von Europa im September. Zu diesem Zeitpunkt konnte wahrlich noch keiner ahnen, dass es schon sein letzter Deutschland Start sein sollte. Schiaparelli gewann auch dieses Rennen sicher gegen die nationale Elite und einen englischen Gast. Danach ging es für Schiaparelli zum ersten mal ins Ausland. Italien hieß das Reiseziel und die Aufgabe der Gran Premio del Jockey Club auf Gruppe 1 Level. Auch dieses Rennen konnte Schiaparelli leicht gewinnen und schlug dabei starke englische, deutsche und italienische Konkurrenz. Kurz nach diesem Start flatterten immer höhere Kaufangebote aus der ganzen Welt für Schiaparelli herein. Seine starken Leistungen hatten das Interesse unter anderem von Scheich Mohamed, dem Emir von Dubai und Eigner von Godolphin, geweckt. Nach mehreren abgelehnten Angeboten, entschied sich das Team um Schiaparelli ihn schweren Herzens zu verkaufen. Die gebotene Summe war schlichtweg zu hoch.

 

Somit machte Schiaparelli sich auf nach England zu Trainer Saeed bin Suroor. Bei diesem sollte Schiaparelli noch zwei weitere Saisons bestreiten. Dabei konnte er den Gran Premio del Jockey Club im Jahr 2009 ein weiteres mal für sich entscheiden, den Goodwood Cup und den Prix Kergorlay gewinnen. Des Weiteren platzierte sich noch als 2. im Prix Royal Oak, als 3. im Irish St. Leger und als 3. in den Princesse of Wales Stakes. Nach seiner Rennkarriere stellte ihn sein Besitzer als Deckhengst im Overbury Stud auf, wo er mehrheitlich in der Zucht von Hindernispferden eingesetzt wird. In seiner Karriere konnte Schiaparelli hochklassige Pferde wie Egerton, Saddex, Aspectus, Lauro, El Tango, Simonas, Arcadio, Poseidon Adventure, Ioannina, Dickens, Oriental Tiger, Prince Flori, Champs Elysees, Laverock, Distant Way, Bussoni, Campanologist, Yeats, Manighar und viele mehr schlagen. 

Kontakt

Peter Schiergen

Rennbahnstrasse 100a

50737 Köln 

 

T +49 221 270 45 25

M +49 172 297 83 46

F +49 221 270 45 24

schiergen@rennstall-asterbluete.de