Lesen Sie hier Bekanntes und auch vieleicht weniger Bekanntes aus dem bisherigen Werdegang von Peter Schiergen.

Nachfolgend eine Aufstellung aller bisherigen Grupperennen-Sieger:

 

Die 138 Gruppe-Siege von Peter Schiergen:

(Stand 18. November 2012)

 

32 Gruppe-I-Siege:

Danedream (5), Tiger Hill (3), Catella, Boreal (2), Guadalupe, Königstiger, Soldier Hollow (4), Schiaparelli (4), Iota, Lateral, Quijano (3), Kamsin (3), Rosenreihe,Salomina, Girolamo
 

 

33 Gruppe-II-Siege:

Tiger Hill (3), Sumitas, Catella (2), Win for us, Barrow Creek, Bernardon, Zöllner, Simoun (2), Walzerkoenigin (2), Royal Dragon, Barisan (HR), Malinas, Soldier Hollow (2), Königstiger, Arcadio (2), Nordtänzerin, Lateral, Axxos, Schiaparelli, Pomellato, Briseida, Goose Bay, Kamsin, Miss Europa, Danedream (2)
 

 

73 Gruppe-III-Siege:

Sumitas, Tertullian (5), Imperioso (2), Catella (2), Terek, Barrow Creek, Bernardon, Zöllner, Walzerkoenigin, Zarewitsch (3), Casanga, Toylsome, Tareno (2), Soldier Hollow (4), Flambo, Assiun, Manduro (2), Tiberius Caesar, Idealist (2), Königstiger, Iota, Arcadio, North Queen, El Tango (2), Saldentigerin, Nordtänzerin, Imonso, Avanti Polonia, Lateral (2), Schiaparelli, Karavel, Quijano, Davidoff, Touch my Soul, Pomellato, Love Academy, Axxos, Kamsin, Serienhoehe, Goathemala, Ostland, Saphir, Neatico, Norderney (2), Aslana, Elle Shadow (3), Silvaner(2), Burma Gold, Lindenthaler,Navarra Queen,Theo Danon, Cherry Danon, Salomina

Persönliches

Peter Schiergen wurde am 23.März.1965 in Willich geboren. Von Kindesbeinen an hatte er es mit Pferden zu tun und ritt schon in jungen Jahren höchst erfolgreich in Ponyrennen und Turnieren mit.

cohn-w1.jpg

1981 begann er seine Lehre am Krefelder Stall von Herbert Cohn, die er im Jahr 1984 erfolgreich abschloss, um von da an als Jockey auf deutschen Rennbahnen zum Einsatz zu kommen.
 

Der 20. März des Jahres 1982 bleibt im Jockeyleben des Peter Schiergen unvergessen, denn an diesem Tag gewann er in Düsseldorf mit Ofarim sein erstes Rennen im Sattel eines Vollblüters.

 

Einer der ersten, die auf das Talent des Reiters aufmerksam wurden, war Trainer Adolf Wöhler, der Peter Schiergen 1985 nach Bremen holte. Leider verstarb Adolf Wöhler noch vor Beginn der anstehenden Turf-Saison.

Trotzdem begann eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Peter Schiergen und dem Bremer Rennstall. Zwischen 1985 und 1987 feierte das Gespann Andreas Wöhler und Peter Schiergen zahlreiche Siege, bevor Schiergen nach der Saison `87 an den Rhein wechselte.

jentzsch-w1.jpg

Neuer Arbeitgeber war von nun an der große Heinz Jentzsch, für den Schiergen als dritter Mann startete, um die Karriereleiter bis zum Stalljockey zu klettern. Den Posten des ersten Stalljockeys hatte er 1995 inne, worauf er für den Asterblüte-Stall zahlreiche Erfolge erzielte.
 

In der Saison 1993 schrieb Peter Schiergen Geschichte, als er mit seinen 150 Siegen Otto Schmidts deutsche Bestmarke aus dem Jahr 1924 einstellte. Durch die sensationelle Zahl von 273 Erfolgen setzte er nur zwei Jahre später noch einen drauf. Das bedeutete zugleich einen neuen und noch heute gültigen Europarekord!

Von 1992 bis 1996 ging der Championat der Jockeys ausschließlich an Peter Schiergen, der es in seiner Karriere auf 1451 Erfolge im Sattel brachte. Die letzte Ehrung erfuhr er am 15. November 1997 nach seinem Sieg mit Campo im Preis der Deutschen Besitzer.
 

Unter den Erfolgen finden sich 32 Triumphe auf Gruppe-Parkett und 12 Siege über die Hindernisse. Lomitas, Monsun, Lando, Solon, Risen Raven und Tiger Hill sind nur einige der Top-Pferde, die Schiergen während seiner Zeit als Jockey ritt und mit denen er zu großen Erfolgen kam. Dazu zählen unter anderem Siege im Großen Preis von Baden, dem Preis der Diana sowie dem Schweizer Derby.

Boreal_Derby.jpg

Der Sieg im Deutschen Derby blieb Peter Schiergen als Reiter jedoch verwehrt. Dafür holte der Fuchs Boreal nur drei Jahre nach seinem Amtsantritt als Trainer das Blaue Band in den Asterblüte-Stall, für den Schiergen seit 1998 verantwortlich ist.


Am 7. März 1998 sattelte er mit Tertullian in Düsseldorf seinen ersten Sieger, um am Ende des Jahres 2002 erstmals als Champion der Trainer geehrt zu werden. Die Anzahl der Siege belief sich zu diesem Zeitpunkt auf 443, davon 41 Erfolge in Gruppe-Rennen. Gruppe-I-Triumphe konnten im Inland, England und Italien gefeiert werden.

Tiger_Hill.jpg

Zweimal holte der “Tiger” den Großen Preis von Baden nach Köln, zudem siegte er im Großen Dallmayr-Preis und platzierte sich im Prix de l`Arc de Triomphe.

2002 gewann Boreal in Epsom/England den Coronation Cup (Gr. I), ein geradezu historischer Erfolg, denn bis dahin hatte noch nie ein deutsches Pferd in England ein Gruppe-Rennen für sich entschieden.
Zu den Höhepunkten der Saison zählte aber auch der Triumph von Guadalupe in den Oak’s d’Italia, einem Gruppe-I-Rennen, in Mailand/Italien.
 

Simoun, Walzerkönigin, Zarewitsch, Casanga, Soldier Hollow, Flambo, Toylsome, Tareno und Royal Dragon waren weitere wichtige Gruppesieger im Jahr 2002.

Zu den Vollblütern, die unter der Regie von Peter Schiergen zu Ruhm kamen, zählt auch die Schlenderhaner Ausnahmestute Catella, die unter anderem einen großartigen dritten Platz im Breeders` Cup erreichte.

Sumitas, Imperioso, Barrow Creek oder auch Tertullian sind weitere Aushängeschilder vergangener Lot-Tafeln im Schiergen-Stall.

2003: Der „Soldier“ tritt erstmals in Erscheinung

Walzerkoenigin.jpg

Nach 2002, dem bisherigen Rekordjahr des Trainers Peter Schiergen, lief das Geschehen auf der großen Bühne vergleichsweise bescheide ab, denn der Stall stellte wie 2001 lediglich vier Sieger in Gruppe-Rennen. Hatte man damals mit Boreal wenigstens noch einen Erfolg in einem Gruppe-I-Rennen feiern können, so blieb ein derartiger Triumph diesmal versagt. Der Schlenderhanerin Walzerkoenigin gelang Mitte Mai auf der Mailänder San Siro-Bahn der Saisonhöhepunkt, als sie im Premio Emilio Turati auf Gruppe-II-Ebene nach starker Schlussleistung die Nase vorne hatte und den guten Ruf, der ihr immer vorangegangen war, überzeugend bestätigte.

Soldier_Hollow_97DD1919.jpg

Ansonsten wurde eine Klasse tiefer gepunktet, wo mit Soldier Hollow ein Dreijähriger sich erstmals in der bel etage des Rennsports vorstellte, der später noch für so manche Schlagzeile sorgen sollte. Seinen ersten siegreichen Auftritt in einem Gruppe-III-Rennen absolvierte der Hengst im Krefelder Busch-Memorial, wo man traditionell schon einmal einen Überblick über die Qualität des Jahrgangs erhält. Der spätere Gruppe-I-Sieger setzte sich in sehr guter Manier durch, um einen Monat später im Kölner Mehl-Mülhens-Rennen bereits seinen letzten Saisonstart zu bestreiten, der mit Platz vier endete.

Flambo_14.03.04.02.jpg

Die beiden restlichen Gruppe-Siege gingen auf das Konto von Flambo und Zarewitsch, die in den Farben des Gestüts Bona auftrumpften und auf diese Weise darauf sorgten, dass ihre Zuchtstätte von einem sehr gelungenem Jahr sprechen konnte. Für Flambo war es mit 56.000 Euro der größte Zahltag der Karriere, denn damals wurden noch 100.000 Euro im Frühjahrspreis des Bankhauses Metzler in Frankfurt verteilt. Gleiches galt im Übrigen für Zarewitsch, der nach seinem Erfolg in der Badener Meile später in drei noch anspruchsvolleren Aufgaben keine großen Akzente mehr setzen konnte. Eröffnet wurde die Saison geradezu „bombastisch“, als Mr Bombastic auf der Neusser Sandbahn den ersten Treffer beisteuerte, doch sollte er es im weiteren Verlauf des Jahres dann auch bei diesem belassen.

2004: Soldaten-Power und das „Grande 1,2“

Soldier_Hollow_W.Mongil_27.08.04.13_ruehl.jpg

Angeführt wird die Liste der Triumphe natürlich vom Galopper des Jahres, Soldier Hollow. Der Hengst, im Besitz von Helmut von Finck, gewann 2004 vier Gruppe-Rennen in Folge und krönte sein überragendes Comeback mit seinem Treffer im Premio Roma auf Gruppe-I-Parkett. Er sollte aber nicht der einzige Gruppe-I-Gewinner der Saison 2004 bleiben.

Koenigstiger-nach-dem-Sieg-im-Oppenheim-Union-Rennen-12.06.2005.jpg

Denn ebenfalls in Italien feierte der zweijährige Hengst Königstiger einen Sieg in der höchsten Kategorie der Vollblüter. Mehr noch: Auf Platz zwei landete im Grand Criterium mit Idealist ein weiterer Schiergen-Schützling. Eins, zwei in einem internationalen Gruppe-I-Event für zweijährige Pferde. Das hatte zuvor noch kein deutscher Trainer geschafft. Mit Königstigers Vater Tiger Hill hatte Peter Schiergen übrigens im Großen Preis von Baden seinen ersten Gruppe-I-Sieg als Trainer überhaupt gefeiert.

Nach den Erfolgen von Soldier Hollow, Königstiger und Tiger Hill betreute Schiergen in seiner erst siebenjährigen Trainer-Laufbahn bereits neun Gruppe-I-Sieger. Insgesamt stiegen 2004 sieben Pferde aus dem Asterblüte-Stall zu Gruppe-Siegern auf. NebenSoldier Hollow und Königstiger waren dies die beiden Schlenderhaner Assiun und Tiberius Caesar, Fährhofs Union-Gewinner Malinas sowie der als Zweijähriger ungeschlagene Manduro.

Manduro_T.Hellier_17.10.04.04_ruehl.jpg

Manduro entschied den Preis des Winterfavoriten in einer derart überlegenen Manier, wie man sie in diesem renommierten Rennen für die Zweijährigen in Köln noch nicht erlebt hatte. Besitzer Georg Baron von Ullmann durfte zu Recht stolz sein auf seinen Crack, der in die Fußstapfen des ebenfalls von Peter Schiergen trainierten Sumitas trat und daraufhin als Favorit auf den Sieg im BWM 136. Deutschen Derby in Hamburg-Horn galt.

 

Saldentigerin-Baden-Wuerttenberg-Trophy-am-23.10..jpg

Zu den Highlights der Saison 2004 gehören mit Sicherheit auch die Leistungen von Saldentigerin, die die Farben des Gestüts Bona mit großem Erfolg vertrat und sich im Deutschen Derby (Vierte), dem Preis der Diana und im Preis von Europa auf Gruppe-I-Parkett platzieren konnte.

Die Erfolge in 2004 brachten Schiergen bei GaloppOnline.de eine Nominierung für den Trainer des Jahres ein, einen Titel den er im Jahr 2002 bereits gewonnen hatte. „Dieser Erfolg ist natürlich das Ergebnis einer ausgesprochen guten Arbeit des gesamten Teams. Ohne meine Mannschaft wären Ergebnisse in dieser Form sicher nicht möglich gewesen. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken“, unterstrich Schiergen die Bedeutung seines Asterblüte-Teams.

2005: Es lief ideal – von Idealist bis zu Soldier Hollow

Iota.jpg

Mit dem bislang besten Ergebnis schloss Peter Schiergen seine achte Saison als Trainer ab. Als am Jahresende Bilanz gezogen wurde, standen überragende vierzehn Gruppe-Siege auf dem Konto, von denen fast ein Drittel auf höchster Ebene, also in Gruppe-I-Rennen, erzielt worden waren. Den Auftakt hatte mit Iota eine Schlenderhaner Stute gemacht, die nach ihren Siegen im Maidenrennen und dem anschließenden Schwarzgold-Rennen auch das Stuten-Derby auf ihr Konto brachte und somit für einen Hat Trick sorgte, der auch nicht alle Tage gelingt. Später ging es noch nach England und in die USA, wo sie zwar nicht mehr gewann, aber auch nicht enttäuschte. Dann war es an Soldier Hollow für gleich zwei Triumphe in dieser Klasse zu sorgen. Den ersten erzielte er im August vor heimischer Kulisse im Münchener Dallmayr-Preis, um im Spätherbst noch einmal international zu glänzen, als ihm die Titelverteidigung im Premio Roma in der italienischen Hauptstadt gelang.

Lateral.jpg

Der vierte Gruppe-I-Sieg war das Werk des zweijährigen Fährhofers Lateral, der im Oktober in Mailand das Gran Criterium gewann. Ein aus Sicht des Stalles sehr erfreuliches Ergebnis brachte das Union-Rennen, als nicht nur der Schlenderhaner Königstiger für den einzigen Gruppe-II-Erfolg sorgte, sondern mit Silent Wind und Bernard der Zweite bzw. Vierte dieser Prüfung und damit Trainingsgefährten des Siegers Eindruck hinterließen.

Manduro.jpg

Unter denjenigen Pferden, die in Prüfungen der Gruppe III erfolgreich blieben, befand sich auch ein gewisser Manduro, der als „Winterfavorit“ in die Saison gestartet war und erst in seinem fünften Auftritt, dem im Premio Roma (Gr. I), eine Niederlage erlitt. Vorangegangen war der Sieg im Preis der Deutschen Einheit in Hoppegarten. Mit dem Start in Rom ging es für ihn dann nur noch auf internationaler Basis weiter zu und in der Karriere steil nach oben Doch der letzte Sieg auf deutschem Boden geht auf das Konto von Peter Schiergen!
 

Idealist.jpg

Eröffnet wurde das Rekordjahr mit dem Sieg von Idealist, der wie so manch anderer in den Jahren zuvor das Krefelder Busch-Memorial zum Ausgangspunkt einer erfolgreichen Karriere genutzt hatte. Auf Gruppe-III-Ebene punkteten anschließend Königstiger, Iota und Arcadio, so dass einschließlich des daran folgenden Gruppe-I-Triumphes von Iota sämtliche Sieger Schlenderhaner Interessen vertreten hatten.

El-Tango.jpg

Vervollständigt wurde die Erfolgsliste durch North Queen, El Tango, Saldentigerin, die zwar dem Gestüt Bona gehörte, jedoch wie Nordtänzerin der Zucht des Gestüts Wittekindshof entstammte. Einige Gruppesieger wie Manduro, Lateral und El Tango hatten auch Erfolge in Listen-Rennen vorzuweisen, sodass man die Saison mit vierzehn Gruppe- dreizehn Listen-Siegen und einer Gewinnsumme von 2.163.775 Euro abschloss, dem bislang besten Ergebnis seit Umstellung von D-Mark auf Euro, das später nur noch zweimal übertroffen wurde.

Ein sehr erfolgreiches 2006 bringt den zweiten Derbysieg

Schiaparelli-nach-dem-Derby-Sieg!-23.07.2006.jpg

Auch die Saison 2006 gestaltete sich für Peter Schiergen höchst erfolgreich. Der Höhepunkt eines von zahlreichen Erfolgen in Gruppe-Rennen geprägten Jahres war der Derbysieg von Schiaparelli in Hamburg. Der für Franz-Günther von Gaertner trainierte Fuchs wurde nach Boreal zum zweiten Sieger im Blauen Band für Schiergen und gewann später im Jahr auch noch das St. Leger, in dem Schiergen seinen Titel nach dem Vorjahreserfolg von El Tango somit verteidigte.


Doch Schiaparelli war nur einer von vielen Stars, die aus dem Asterblüte-Stall im Jahr 2006 für Furore sorgten. Lateral wurde in Köln zum Champion unter den deutschen Meilern geformt und untermauerte mit leichten Siegen gegen Arcadio und Co. klar seine herausragende Position. Aber auch Soldier Hollow zeigte in jenem Jahr wieder großartige Leistungen. In der Arlington Million belegte er Rang drei, um später im Jahr keinen Geringeren als Manduro am Arc-Wochenende in Paris-Longchamp in die Knie zu zwingen.


Begonnen hatte die Saison 2006 mit einem Sieg von Encinas, der zum ersten in Deutschland trainierten Sieger eines Rennens während des Dubai Carnivals überhaupt wurde. Am Ende des Jahres standen 93 Flachsiege (12 Gruppesiege und 16 Listensiege) und acht Hindernis-Erfolge zu Buche. Das bedeutete das 3. Trainer-Championat für Schiergen, der zudem zum dritten Mal den Online Award von GaloppOnline.de für den Trainer des Jahres erhielt.

Schiaparelli sorgt 2007 für Siege im In- und Ausland

Quijano_Dubai.jpg

Verheißungsvoller als das Jahr 2007 kann eine Saison wohl kaum beginnen. Im „Jahr eins nach Schlenderhan“ gelang Schiergen das Kunststück, während des Dubai Racing Carnivals einen lupenreinen Hattrick mit Quijano hinzulegen, wobei der dritte Treffer in einem Gruppe-III-Rennen auf der Rennbahn Nad-Al-Sheba erzielt wurde. Danach wies die Laufbahn des Fährhofer Wallachs zehn Siege in Folge auf. Auch Nestor machte 2007 reichlich Werbung für den Standort Köln, denn er gewann ein Hürdenrennen in Auteuil, der Hochburg des französischen Sports über die Hindernisse. Doch ansonsten wurden die großen Erfolge auf der Flachen gefeiert. 
 

SchiaparelliKoe230907024.jpg

Einer stand dabei ganz vorne, nämlich der Derbysieger von 2006, Schiaparelli. Er hatte das neue Rennjahr mit einer Ernüchterung für seine Umgebung begonnen, als er im Gerling-Preis (Gr. II) nur als Achter und Letzter die Ziellinie passiert hatte. Platz drei im Großen Mercedes-Benz-Preis (Gr. II) war schon eine Art Wiedergutmachung, ehe dann das große Abräumen begann, als er in Hamburg den Hansa-Preis (Gr. II), in Düsseldorf den Deutschlandpreis, in Köln den Preis von Europa und als krönenden Abschluss der Saison in Mailand den Gran Premio del Jockey Club und damit drei Gruppe-I-Rennen in Folge zu seinen Gunsten entschied. Da mussten selbst ein Quijano, der bei seinem Erfolg im Großen Preis von Baden (Gr. I) von seinen deutschen Fans groß gefeiert wurde, und Soldier Hollow als Gewinner des Großen Dallmayr-Preis (Gr. I) etwas zurückstehen. 
 

El-TangoDo300907083.jpg

Bei sämtlichen Siegern hieß der Reiter Andrasch Starke, der wie sein Arbeitgeber eine ganz große Saison erlebte, u. a. auch noch mit Davidoff, das Busch-Memorial (Gr. III), mit Axxos das Oppenheim-Union-Rennen (Gr. II) sowie mit El Tango das St. Leger (Gr. III) gewann. Und nicht zu vergessen natürlich der zweijährige Pomellato, der drei seiner vier Starts zu Siegen gestaltete und dabei sowohl in Deutschland als auch in Frankreich (Criterium de Maisons-Laffitte-Gr. II) seine große Klasse bewies.

Vervollständigt wurde die Erfolgsliste von Peter Schiergen durch Avanti Polonia (Fährhofer Stutenpreis-Gruppe III), Touch my Soul (Hamburger Stutenpreis-Gr. III) und Love Academy (Preis der Winterkönigin-Gr. III), drei Stuten, die mitverantwortlich dafür waren, dass am Saisonende sechzehn Siege in Gruppe-Rennen und dreizehn Erfolge auf Listen-Ebene verzeichnet werden konnten.

2008: Das große Jahr des Kamsin

Auch wenn man in jenem Jahr etwas länger als gewohnt auf den ersten Treffer in einem Gruppe-Rennen warten musste, so war es letztendlich doch wieder eine Saison, die man zu Recht als erfolgreich bewerten darf. Wie zwölf Monate zuvor gab es nämlich fünf Siege in Gruppe-I-Rennen, also auf höchstem Parkett. Dass auch international wieder Werbung für den deutsche Rennsport betrieben wurde, war das Verdienst des unverwüstlichen Quijano, der auch als Sechsjähriger offenbar keinerlei Verschleißsymptome aufwies, sondern als Sieger im Gran Premio di Milano abgesattelt wurde. Da im Rahmen dieser Veranstaltung auch noch Goose Bay aufGruppe-II-Ebene die Konkurrenz auf Distanz hielt, wird dieser Nachmittag so schnell kaum in Vergessenheit geraten. 

KamsinHH060708241.jpg

Genauso wenig wie jener erste Sonntag im Juli, als Kamsin im Deutschen Derby triumphierte, was Peter Schiergens dritten Erfolg im Blauen Band bedeutete. Dass mit Ostland auch der Zweite im wichtigsten Rennen der Dreijährigen aus seinem Stall kam, bedeutete ein weiteres Kapitel in der Erfolgsgeschichte des Trainers. Nicht alltäglich ist sicherlich die Tatsache, dass ein Trainer das Derby bei den Hengsten und bei den Stuten gewinnt. Dieses Kunststück gelang Peter Schiergen in jenem Jahr, als nämlich einen Monat nach Kamsins Sieg in Hamburg die dreijährige Rosenreihe aus dem Gestüt Wittekindshof im Preis der Diana (Deutsches Stuten-Derby) in Düsseldorf gegen fünfzehn Konkurrentinnen nach großer Schlussleistung erfolgreich blieb, was den dritten Gruppe-I-Sieg der Saison zur Folge hatte. Die Treffer vier und fünf steuerte dann wieder Kamsin bei, der Mitte August in Köln den Rheinland-Pokal und einen Monat später in Iffezheim den Großen Mercedes-Benz-Preis zu seinen Gunsten entschied. 
 

AxxosKoe100607052.jpg

Verlass war auch 2008 auf Axxos, der als Gewinner des Premio Ambrosiano (Gr. III) die Reihe der elf Gruppe-Siege eröffnet hatte und auf der Mailänder San-Siro-Bahn ebenso zu glänzen vermochte wie Mitte Juni die dreijährige Goose Bay als Gewinnerin der Oaks d’ Italia (Gr. II), mit denen die Stute ihre Laufbahn krönte. Das sogenannte schwache Geschlecht sollte sich auch noch in weiteren Rennen als sehr stark erweisen. So gab es ferner Siege von Stuten wie Briseida in den 1000 Guineas von Düsseldorf (Gr. II), der zweijährigen Serienhoehe in der Maurice Lacroix-Trophy (Gr. III) und von Goathemala im Frankfurter Stutenpreis (Gr. III).

2009: Siebenjähriger Quijano verteidigt seinen Titel

QuijanoKoe26091008167.jpg

Er galt schon längst als lebender Beweis für die Treue und Härte eines Vollblüters, der im Gestüt Fährhof groß gewordene Quijano, mittlerweile auch schon so etwas wie ein Botschafter des deutschen Rennsports auf internationalem Parkett. Wie in den beiden vorangegangenen Jahren hatte er sich in Dubai auf die Aufgaben in Europa vorbereitet und dort stets gutes Geld verdient. Nach bewährtem Muster verfuhr man dann auch 2009, als der Siebenjährige zwei Starts in Nad-Al-Sheba bestritt, ehe es wieder Richtung Deutschland ging. Mitte Juni trat er zur Titelverteidigung im Gran Premio di Milano (Gr. I) an, eine Aufgabe, die er dann auch wie erhofft löste. 135.000 Euro lautete die Summe, die seinem Konto an jenem 14. Juni gutgeschrieben wurde. Ein Datum, das immer seinen Platz in der Historie des Wallachs behalten wird, denn es markierte den letzten von vierzehn Siegen eines Pferdes, das vierzig Rennen bestritt und auf ewig mit Trainer Peter Schiergen verbunden bleiben wird. Daneben erreichte er noch elf Platzierungen, so dass es der Wallach, der inzwischen als Pensionär auf den Fährhofer Weiden weilt, auf eine Gewinnsumme von 1.831.594 Euro brachte. Anders als in den Jahren zuvor lag die Zahl der Siege in Gruppe-Rennen mit sieben diesmal unter der in Listen-Rennen, von denen zwölf gewonnen wurden.
 

Miss-EuropaHOP310509092.jpg

Quijano war es vorbehalten geblieben, mit seinem Mailänder Treffer für den einzigen Erfolg auf Gruppe-I-Niveau zu sorgen. Eine Etage tiefer sorgten Kamsin als Gewinner im Gerling-Preis sowie Miss Europa als Siegerin im Hoppegartener Diana-Trials für Freude. Erfolgreich hatte die große Saison auch schon begonnen, als Ostland, der Derby-Zweite des Vorjahres, den Grand Prix-Aufgalopp (Gr. III) in Köln gewann, was für ihn den einzigen Gruppe-Sieg der Laufbahn bedeutete. Gruppe-III-Status besaßen auch die Siege von Saphir, Norderney und Neatico, die in München, Frankfurt bzw. Krefeld punkteten. Notiz am Rande: Sämtliche Gruppe-Sieger der Saison 2009 waren von Andrasch Starke geritten worden

2010: Starke Stuten und der Winterfavorit –Erste Siege von Sohn Dennis

NorderneyDo20061008024.jpg

Geduld ist eine Eigenschaft, die ein Trainer haben muss, denn erzwingen lässt sich nichts, auch der Erfolg nicht. Eine Erkenntnis, die auch einem so erfolgreichen Mann wie Peter Schiergen nicht fremd ist, der in diesem Jahr lange auf den ersten Gruppe-Sieg warten musste. Dass der dann auch noch am grünen Tisch erzielt wurde, dürfte die Freude aber kaum getrübt haben. Verantwortlich zeichnete die von ihm für das Gestüt Bona vorbereitete Norderney, die am 20. Juni im Großen Preis der Wirtschaft (Gr. III) in Dortmund davon profitierte, dass der Sieger den Drittplatzierten behindert hatte und nach Protest von der Rennleitung hinter diesen gesetzt wurde, worauf die Stute zur Siegerin avancierte. Mit Aslana sollte gut einen Monat später erneut eine Stute für ein Erfolgserlebnis sorgen, als sie in Hamburg im Wenatex Europa-Grupperennen (Gr. III) über die Meile nicht nur die Mitfavoritin Vanjura, sondern auch einen Großteil der Wetter überraschte.

ElleShadowBB01091007015.jpg

Wie gut Peter Schiergen im Lager der Stuten aufgestellt war, zeigte sich auch mit Elle Shadow, einer Tochter der großartigen Elle Danzig, einer Wittekindshoferin, die elf ihrer zwölf Siege in Gruppe-Rennen erzielt hatte und nach Beendigung der Rennlaufbahn in der Zucht eine große Karriere startete, wofür Elle Shadow dann auch steht. Wie die Mutter hatte sich Elle Shadow bis auf ihr Debüt nur in anspruchsvoller Gesellschaft vorgestellt, und dies mit ausgesprochen starken Leistungen. Die Serie von Platzierungen in Gruppe-Rennen fand ihr längst überfälliges Ende am 1. September im Belmondo-Preis (Gr. III) in Iffezheim, den sie als Favoritin glatt zu ihren Gunsten entschied. Zweieinhalb Monate später landete sie ihren zweiten Gruppe-Treffer, als sie in Dortmund, der Heimat ihres Besitzers, den Rashit Shaykhutdinov-Cupgewann. 

BurmaGoldDO13051007055.jpg

Die obligatorischen internationalen Meriten für Peter Schiergen steuerte mit Burma Gold ein Hengst bei, der seinen Ruf als Spezialist für die langen Strecken rechtfertigte, als er im Oktober auf der Mailänder Bahn im St. Leger Italiano (Gr. III) nicht zu schlagen war und so nach dem zweiten Platz im Deutschen St. Leger zum klassischen Sieger aufstieg.
 

 

SilvanerKoe17101008012.jpg

Den größten Geldpreis hatte 2010 allerdings ein Zweijähriger beigesteuert. Margot Herbert, eine seit Jahren dem Stall eng verbundene Besitzerin, durfte sich nämlich über einen Scheck von 85.000 Euro freuen, nachdem ihr Silvaner im Preis des Winterfavoriten nach hartem Endkampf gesiegt hatte. Neben den sechs Erfolgen in Gruppe-Rennen verzeichnete der Stall noch zwölf Siege in Listen-Rennen, für die u. a. auch Gruppe-Siegerinnen wie Elle Shadow und Aslana sorgten.
 

DennisNe27021104040.jpg

Auch abseits vom großen Sport hatte Peter Schiergen allen Grund zur Freude, denn Sohn Dennis scheint das väterliche Erbe als Reiter antreten zu wollen. Innerhalb von wenigen Wochen vollzog sich der Wandel von einem Teenager mit Babyspeck hin zum Athleten, was dann auch seinen Niederschlag in vier Siegen fand und Platz  vier in der Wertung der deutschen Amateurrennreiter bedeutete.

2011...

Kamsin_Derby_Peter.jpg

  

PETER SCHIERGEN · Rennbahnstr.100a · 50737 Köln
Tel. +49 (0) 221 / 2704525 · Fax. +49 (0) 221 / 2704524  · Mobil +49 (0) 172 / 2 97 83 46 · schiergen@rennstall-asterbluete.de
Kontakt | Impressum